Entwicklung mit klarer Handschrift
Die Saison 2025/26 in der Kärntner Liga AHC Division 1 war für den UECR Huben eine Spielzeit mit Anlaufzeit, deutlicher Steigerung und einem Play-off-Auftritt, der zeigte, dass der Verein sportlich näher an die Ligaspitze herangerückt ist.
Schwieriger Start und personelle Rückschläge
Der Grunddurchgang begann für die Eisbären denkbar ungünstig. In den ersten Spielen blieb Huben ohne Punktgewinn, parallel dazu machte dem Team massives Verletzungspech zu schaffen. Obmann Sebastian Warscher blickt zurück: „Wir haben es die ersten Spiele nicht geschafft zu punkten. Verletzungen kamen dann ab dem fünften Spiel.“ Teilweise fielen gleich mehrere Spieler langfristig aus, was gerade in der frühen Saisonphase nur schwer zu kompensieren war.
Platz sieben – enger als es die Tabelle vermuten lässt
Nach dem schwierigen Auftakt stabilisierte sich die Mannschaft spürbar. Ab dem fünften Spiel punkteten die Eisbären in sieben von zehn Begegnungen. Am Ende des Grunddurchgangs belegte Huben Rang sieben. Mit 17 Punkten fehlten jedoch nur wenige Zähler auf einen deutlich besseren Tabellenplatz – zwischen Rang vier und sieben lagen lediglich sechs Punkte.
Sotlar führt die Offensive an
Ein wesentlicher Faktor für den Aufschwung war die Offensive. Allen voran Jure Sotlar, der sich als Topscorer der Eisbären auszeichnete. Mit 18 Toren und 21 Assists (39 Punkte) belegte er ligaweit den zweiten Platz der Scorerwertung. Auch Antons Sinegubovs setzte wichtige offensive Akzente, war bei den Topscorern vorn dabei.
Play-offs: Achtungserfolg gegen den Titelverteidiger
In den Play-offs trafen die Eisbären auf den amtierenden Meister ESC Sparkasse Steindorf. Gleich zum Auftakt gelang ein überraschender Sieg. „Die Play-Offs waren super. Ein überraschender Sieg zum Auftakt, vier sehr gute Spiele auf sehr hohem Niveau“, fasst Warscher zusammen. Zwar setzte sich Steindorf letztlich durch, doch Huben hielt in allen Begegnungen gut mit und war knapp an einer 2:0-Serienführung dran.
Mehr Zuschauer, stabile Vereinsstruktur
Auch abseits des Eises war eine positive Entwicklung zu erkennen. „Durch die ausschließlich am Wochenende stattfindenden Spiele hatten wir mehr Zuschauer als im Vorjahr und das bei weniger Spielen. Auch für die Cracks war der Kalender besser“, so Warscher. Im Nachwuchsbereich erreichten mehrere Hubener Teams Topplatzierungen, zudem gab es keine Personalprobleme.
Ausblick
Der UECR Huben wird auch in der kommenden Saison fixer Bestandteil der Kärntner Liga AHC Division I sein. Mit einem Großteil der Mannschaft sowie dem Trainerteam wurden bereits Gespräche geführt. Ziel bleibt es, auf einem soliden Fundament aufzubauen und den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.“Ein paar Änderungen wünschen wir uns aber schon“, lässt Warscher abschließend wissen. Er wird diese Anregungen in der Sommerpause darlegen.
Jürgen Knopper
