Der ASKÖ Grades/Metnitz steht vor englischen Wochen und ist froh, dass zumindest die Eisaufbereitung derzeit keine Zitterpartie ist.
Eisaufbereitung mit Schläuchen
Schriftführer, Vereinssprecher und Stürmer Florian Fermitsch erzählt den aufwendigen Prozess der Eisaufbereitung: „Zum Glück hat unser unglaublich engagierter Eismeister Wolfgang Wurzer die Grundeisaufbereitung bereits Ende November durchführen können. Weil Anfang Dezember wurde es wieder einmal zu warm.“ Es wendete sich aber doch alles zum Guten, „rund um Nikolo wurde es dann wieder kalt genug, um weiterzumachen.“ Zwei- bis dreimal rückte der Eismeister nächtens mit den Schläuchen aus, „eine Eismaschine steht zwar am Wunschzettel, ist derzeit aber nicht zu realisieren.“ Immerhin hält heuer das Eis einmal ohne große Reibereien, und die Prognose der nächsten Tage ist günstig.
Grades/Metnitz vor entscheidenden Wochen
So wie bei allen Natureisvereinen gilt es jetzt in den nächsten Wochen, so viele Spiele wie möglich abzuwickeln. Grades/Metnitz ist insofern etwas im Vorteil, als der Eisrink erst Mitte Februar wieder teilweise der Sonne ausgesetzt ist. Seit der Saisoneröffnung am 19. Dezember wurde dreimal gespielt, einem Sieg über Kappel stehen zwei Niederlagen gegen St. Salvator und dem FAC gegenüber. Bitter: Beim Sieg gegen Kappel brach sich Spielertrainer Martin Kotulsky ohne Fremdeinwirkung den Knöchel, der damit die restliche Saison fehlt. Dennoch hofft Fermitsch auf den vierten Platz und die Qualifikation für die Final-Four: „Der vierte Platz wird aber sehr hart umkämpft sein.“ An diesem Wochenende steht ein Doppel gegen Althofen und Micheldorf daheim an. „Zumindest einmal sollten wir da punkten, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren“, sagt Fermitsch. Das Team gleicht zu 90 % jenem der letzten Saison, „fast alle haben einen Bezug zur Gemeinde oder leben hier.“
Rivalität mit Augenzwinkern
Wie verhält es sich mit den Lokalrivalen aus St. Salvator und Friesach, oder auch den nahen Konkurrenten aus Althofen, Micheldorf und Kappel? „Wir verstehen uns mit den anderen Vereinen einigermaßen gut“, so Fermitsch, viele Cracks spielen bei den Fußballvereinen Metnitz und Friesach gemeinsam in einer Truppe und sind dann im Eishockey Gegner. Mit denen und auch den anderen Vereinen im Bezirk verbindet zudem öfter der gemeinsame Arbeitsplatz. „Bei aller Rivalität bleibt immer alles fair.“
Die Metnitztaler versuchen heuer wieder Kinder zum Eishockey zu bringen, veranstalten interne kleine Trainingsspiele, „damit wieder Spieler aus der eigenen Gemeinde nachkommen!“
Text: Jürgen Knopper
